Dienstag, 20. Oktober 2009

Feministischer Pornofilmpreis

Letzten Samstag wurde zu ersten mal der feministische Pornofilmpreis vergeben. Wer das "Poryes" Banner am Boden meiner Seite gesehen hat, kann sich denken dass ich diesen Unterstütze. Aaber.. Ein Auszug der Kriterien, welche einen Film möglicherweise dafür qualifizieren:

* Die sexpositive Darstellung weiblicher Lust,

* das Aufzeigen vielfältiger sexueller Ausdrucksweisen

* das maßgebliche Mitwirken von Frauen bei der Filmproduktion.

Jetzt mal ehrlich: Haben wir nicht schon genug Darstellungen weiblicher Lust? In Mainstream-Pornos steht praktisch IMMER die Frau im Mittelpunkt, sie stöhnt, zuckt und zeigt ihre Lust- sowohl bei dem, was vermutlich als sexpositiv (=nicht Gewalttätig?) empfunden würde wie auch bei härteren szenen. Die Lust des Mannes wird meist nur beim Koitus gezeigt der zwar das "Ziel" ist, sonst wird ihm visuell wenig Beachtung Geschenkt. Ich frage mich, weshalb bei Pornos für HETEROSEXUELLE Frauen auf dem Cover meist Weibliche Wesen abgebildet sind, genauso wie im erotischen Frauenmagazin "Alley Cat". Um es mal übertrieben zu formulieren, haben Frauen die eigene Objektivierung als ein Symbol für Ästhetik und Lust soweit verinnerlicht dass sie auf die Reize des männlichen Geschlechts einfach nicht anspringen?

Kommentare:

Morjanne hat gesagt…

Hmmm... da ist was dran.

Und auf deine letzte Freage kann ich nur sagen: also ich finde Männer durchaus sehr reizvoll ;)

(ohne Frau. Shame on me.)

Danielle hat gesagt…

das mit den covern ist so ne sache..als mann ist mir natürlich bewusst das auch wir männer sexuelle und anziehende wesen sind und das es durchaus eine 50/50 spanne geben sollte wenn es um die darstellung von frauen und männern auf covern geht..dafür plädiert auch meine freundin kristina lloyd schon eine ganze weile...ABER...das problem dabei ist das man festgestellt hat das frauen halt nicht so gerne magazine, bücher oder filme mit männern auf den covern kaufen ...warum auch immer...ich pers. ziehe übrigens cover mit paaren vor...

Sina hat gesagt…

Ja, die Produzenten machen meistens das, was am besten anzukommen scheint..also kann man sich vor allem Fragen, was die Konsumenten dazu treibt gewisse Sachen mehr nachzufragen.

iLL.One hat gesagt…

mit dem letzten absatz sprichst du mir absolut aus der seele, Sina.
ich hatte ähnliches auch schon beim entsprechenden artikel auf petites plesiers kommentiert.

Danielle hat gesagt…

absolut..was man ihnen (den produzenten) auch nicht verdenken kann...die leben schließlich vom verkauf...

bei alley cat kommt noch dazu das sie sich durch ihre covergestaltung auch von schmuddelmagazinen und halbseidenen formaten wie zb playgirl absetzen wollen...

aberv das mit der covergestaltung ist eh so ne sache..ich sehe das immer sehr extrem bei den ami-publikationen für die ich schreibe