Sonntag, 18. April 2010

Es ist für die Familie

Habe gerade eine Doku über Islam in der Schweiz geschaut, wo ein Konvertit erklärte, weshalb es okay ist, seine Frau zu schlagen damit sie anschliessend bei einer Vergewaltigung weniger Widerstand gibt. Es ist für die Familie. Denn dass der Mann fremdgeht, weil er Zuhause zu wenig Sex bekommt, ist schlecht für die Familie. Schlimmer als die eigene Ehefrau zu misshandeln. Mir ist schlecht.

Nachtrag: Behörden erwägen, das besagte Arschloch wegen diesen Äusserungn strafrechtlich zu verfolgen. Ausserdem war er kein Konvertit. Aber verdammt, ich finde den Artikel, der in den 20min war nicht mehr.

Kommentare:

Morjanne hat gesagt…

Nimm's mir nicht übel, aber das wichtigste Wort in diesem Satz ist KONVERTIT. Egal in welcher Religion, Konvertiten sind meist die größten Fanatiker.

Sina hat gesagt…

Ob es nun ein Konvertit oder Hineingeborener sagt, beides ist schlimm. Dass Konvertiten oft am schlimmsten sind ist schon tendenziell so..in der Schweiz gibt es ja einige Gestalten davon. Nur finden viele eingewanderte, gläubige Muslime was die sagen auch ganz toll. Vor allem wenn die Konvertiten von der Dekadenz des Westens predigen.

Charlotte Sometimes hat gesagt…

Die Frage ist doch ob derjenige auch ohne Religion es akzeptabel findet seine Frau zu vergewaltigen. Ich denke ja. Die Religion benutzt er (fälschlicherweise) um sich moralisch für sein Arschlochdasein zu rechtfertigen.

Morjanne hat gesagt…

Das steht natürlich außer Frage.

Sina hat gesagt…

Ich denke man muss sich eingestehen können dass Unterschiede zwischen Kulturkreisen existieren, und gewisse Kulturen sind solchen "Werten" zugewandter als andere. Die Konvertiten erfinden eine solche Rechtfertigung nicht selbst, sondern übernehmen das was sie von religiösen Autoritäten, welche sie respektieren, gehört haben. Auch wenn sie fanatischer dafür einstehen als Durchschnittsmuslime. Wahrscheinlich haben sie diese Einstellung vorher schon. Doch eine Misshandlung sogar als religiöse Pflicht darzustellen, wie es nicht selten gepredigt wird, geht schon einiges Weiter als Vergewaltigung in der Ehe als Akzeptabel zu empfinden.

Soo ungeachtet all dessen habe ich mit meinem Post beabsichtigt meine Empörung darüber kundzutun dass überhaupt jemand, ob Muslim oder nicht, so eine Einstellung hat.

Sina hat gesagt…

Danke für eure Inputs:-)

Charlotte Sometimes hat gesagt…

wie gesagt, meine theorie ist, dass derjenige sowieso schon so tickt, aber durch das annehmen der religion (wie er glaubt)eine absolution erhaelt. was er fuer religioes haellt ist nichts was teil der religion ist, sondern was radikale mullahs als religion erklaeren um sich selbst (vor gott) zu rechtfertigen. eine quadratur des kreises.

Sina hat gesagt…

Was ist denn für dich Teil der Religion? Ist das was in den Büchern (Bibel, Koran..) steht die "echte" Religion welche durch beliebige Auslegung verfälscht wird? Die Bücher enthalten ja oft sehr widersprüchliche Aussagen, da muss man wählen worauf man sich berufen will. Da kann man schwer ausfindig machen was die ursprüngliche Bedeutung war. Wenn im Koran aber steht dass Mann widerspenstige Frauen bestrafen darf kann man doch kaum sagen dass dies nichts mit der Religion zu tun hat. Es gibt zwar feministisch inspirierte Interpretationen welche sagen dass nur gemeint ist er solle sie meiden bis sie ihm gehorcht, aber wie man es auch dreht und wendet so darf der Mann die Frau bestrafen. Der Interpretationsspielraum ist nur, wie er sie bestrafen darf.

Charlotte Sometimes hat gesagt…

Ihr Frauen ordnet euch euren Männern unter wie dem Herren. (Epheser 5:22-24)
Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein. (1.Mose 3:16)
Und wie kann rein sein ein vom Weib geborener? (Hiob 25:4)

wie man sieht bekleckert sich die bibel hier auch nicht gerade.
statt dessen werden in Amerika Aerzte bedroht und getoetet, die in ihren kliniken abtreibungen anbieten: alles im namen des herrn.
homosexuelle werden bedroht und getoetet. alles im namen des herrn. trotzdem ist der durchschnittschrist nicht gerade ein wahnsinniger norman bates verschnitt, oder? und auch die meissten der millionen muslime in deutschland laufen nicht frauen pruegelnd durch die strassend. ein strenger christ wuerde am sonntag ruhen wie die juden es am sabbat tun. es ist alle eine frage des grades mit der man sich der religion widmet. kopftuecher und burka sind nicht teil des korans. ich persoenlich finde es schwachsinn sein leben nach dem zu richten was in einem buch steht, aber das sagt mir mein verstand. wenn ich allerdings perverse neigungen haette von denen ich weiss das sie falsch sind, bietet das religioese geseier aehnlich gepolter doch eine gute moralische wie soziale ausrede. oder nicht?

Sina hat gesagt…

Ich meine natürlich nicht dass jeder Muslim/Christ frauenfeindlich ist. Und es gibt durchaus Gläubige welche eine Art von Glauben praktizieren, welche mit modernen Menschenrechten vereinbar ist. Aber das Fundament, der Koran und die Bibel, sind es nicht. Und nicht selten auch die gelebte Wirklichkeit. Ja, die Religion ist eine Rechtfertigung, aber man kann nicht sagen dass die Religion als Rechtfertigung missbraucht wird, denn sie beinhaltet es ja explizit. Ich hoffe du verstehst was ich meine, ist etwas schwierig gerade zu erklären wie ich es meine. Jedenfalls, schönes Wochenende.